Den Profi 125 x 155 (VZF6) habe ich kürzlich einem Kunden als Mobilofen auf einen KFZ Hänger montiert verkauft
Mit den folgenden Fotos habe ich den Aufbau dokumentiert.
Durch das Anklicken der Fotos können sie sich die Bilder in einem neuen Tab etwas grösser ansehen.
Die einzelnen Kuppelteile werden zuerst von der Holzpalette genommen und vorsichtig seitlich gelagert.
Als Unterbau wurde eine 21mm dicke 3Schichtplatte aus Holz auf dem Hänger befestigt.
Darüber sind druckfeste Mineralwolleplatten in 2 Schichten verlegt.
Jetzt wird die 3 teilige Bodenplatte auf die Isolierung gelegt und die überstehende Dämmung abgeschnitten.
Ein Kuppelteil nach dem anderen wird auf die Bodenplatte gestellt. Wenn der Ofen stationär
aufgestellt wird, verbindet man die einzelnen Kuppelteile mit den beiliegenden Stahlklammern.
Beim mobilen Einsatz ist mir die Fixierung mit den Stahlklammern zu riskant. Durch die Erschütterungen
beim Transport könnten die Kuppelteile durch die Stahlklammern beschädigt werden. Deshalb
fixiere ich hier die Kuppelteile mit seitlich auf den Holzboden aufgeschraubten Brettern und Mehrschichtplatten.
Auf dem Foto ganz rechts ist die Fixierung zu sehen.
Der Ofen ist abholbereit. Die obere Wärmedämmung und die Aussenverkleidung machte der Kunde dann selbst.
Was danach passierte muß ich leider unter der Kostenstelle "Lehrgeld" verbuchen.
Die Fixierung der Kuppelteile mit den seitlich aufgeschraubten Brettern, wie auf dem Foto weiter oben zu sehen,
war ein großer Fehler. Nachdem die seitlichen Bretter ja in direktem Kontakt zur Bodenplatte standen,
erhitzten die sich so stark dass eine der 4 Fixierungen durch einen Schwelbrand vollständig bis nach unten durchbrannte.
Der Kunde hat den Schaden natürlich sofort reklamiert. Am nächsten Morgen habe ich das Problem begutachtet. Jetzt
war guter Rat teuer. Der Ofenbesitzer (ein Gastwirt) hatte bereits Werbung für die Eröffnung der Gartensaison mit Holzofenpizza
aus dem neuen mobilen Steinbackofen geschaltet.
Nach einem umfangreichen brainstorming einigten wir uns auf eine komplette Demontage und einen neuen, diesmal stationären, Aufbau des Ofens.
Diese Arbeiten habe ich dann innerhalb von 2 Tagen zusammen mit meinem Sohn und einem Freund des Gastwirts durchgeführt.
Die Demontage des bereits fertig isolierten und verkleideten fahrbaren Holzpizzaofens nahm fast den halben Tag in Anspruch.
Die grossformatigen Ziegel, die Ziegelstürze, die Porenbetonsteine, Kleber und Mörtel haben wir beim örtlichen
Baustoffhändler gekauft. Zur Wärmedämmung haben wir die Mineralwollematten vom ersten Aufbau wiederverwendet.
Um Zeit zu sparen, haben wir die Unterkonstruktion aus großformatigen Ziegelsteinen, ohne Mörtel trocken aufgeschichtet.
Die Ziegelstürze und die darauf gelegten Porenbetonsteine wurden auch ohne Mörtel verlegt.
Die 3 Bodenplatten und die 6 Kuppelteile liegen nun auf dem vorbereiteten Tisch. Zwischen Tisch und Bodenplatte
haben wir eine dünne Mineralwolleplatte zum Ausgleich von kleinen Unebenheiten gelegt.
Hier bauen wir die Stahlklammern zum Verbinden der
einzelnen Kuppelteile ein. Die Löcher werden nur ca.2 - 3 cm tief gebohrt. Mit wenig Druck bohren, sodass es im Inneren
des Ofens keine Abplatzungen gibt. Der Abstand der Bohrungen sollte ca einen Millimeter größer als der Abstand der Klammern
sein. Nur im unteren Bereich jeweils an den Stößen der Kuppelteile 2 Klammern einbauen, im ganzen also 10 Klammern.
Es versteht sich von selbst, dass die Bohrlöcher etwas grösser, als der Durchmesser der Klammern sein müssen.
Eine Klammer kommt noch vorne über das Ofentor.
Oben werden keine Klammern eingebaut.
Wir dichten nur die Fugen der Brennkammer mit einem Mörtelband ab. Die Kuppel vorher gut vornässen.
Wir haben uns für eine Ummauerung aus Porenbetonsteinen (Ytong) entschieden. Ytong ist auch für den Laien leicht
zu verarbeiten. Jetzt machen wir Feierabend und lassen das Mauerwerk aushärten.
TAG 2: Links sieht man die vorbereiteten Stahlprofile für das Dach. Ich bohre 3 Löcher in das Kaminrohr und fixiere dort 3 Schrauben.
Der Ofen steht unter einem großen Baum. Über Nacht sind Unmengen von Blütenstengeln auf den Ofen gefallen. Auf dem mittleren
Foto sieht man wie die 3 Schrauben im Kaminrohr das Rohr an der richtigen Stelle halten.
Jetzt beginnen wir mit der Montage der Dachkonstruktion. Rechts sieht man noch wie das Kaminrohr zur Öffnung des Ofens mit Mineralwolle abgedichtet wird.
Um das Kaminrohr legen wir noch ein Mörtelband und füllen den Raum zwischen der Ummauerung und der Brennkammer mit Mineralwolle aus.
Die Dachdeckung (Trapezblech) wird am Kaminrohr angepasst. Hier sollte später noch eine richtige Blechverwahrung vom Spengler
montiert werden. Mein Sohn war an diesem Samstag auf Grund der vielen Arbeit nicht ganz so gut gelaunt. Nachdem er aber die Pizza, die Achmed
ihm machte, verdrückt hatte ging es ihm wieder besser.
Achmed verkleidet jetzt noch den Giebel mit dem restlichen Trapezblech und fängt dann gleich mit dem Verputzen der Wände an.
Der Ofen ist jetzt funktionsfähig. Die restlichen Verschönerungsarbeiten macht der Gastwirt mit seinen Freunden dann selber.