Einen Foodtruck bauen – natürlich mit Pizzaofen

Einen Foodtruck zu bauen und mit dem Pizzaofen Geld zu verdienen ist für viele Pizzafans ein Traum. Die Idee als sein eigener Chef durch die Lande zu fahren und Pizza zu verkaufen verspricht Freiheit und Spaß gleichermaßen. Doch wie sollten Sie an dieses Thema herangehen und wie finden Sie den passenden Ofen dazu? Wir möchten Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Fragen beantworten.

Truck oder Anhänger?

Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten ist, ob Ihr Fahrzeug selbst fahren können soll oder es gezogen werden darf. Dies hängt nicht zuletzt auch mit den Führerscheinen zusammen, die Sie besitzen. Für größere Anhänger wird in der Regel der Schein der Klasse BE benötigt, für Fahrzeuge mit über 3,5t Gewicht ein Schein der Klasse C oder C1.

Abgesehen von Ihren persönlichen Vorlieben haben die beiden Möglichekeite ihre Vor- und Nachteile. Haben Sie bereits ein geeignetes Zugfahrzeug, so lässt sich mit einem Pizza-Anhänger wahrscheinlich günstiger beginnen. Kompakter ist jedoch meist ein expliziter Foodtruck. Außerdem sollten Sie das Wetter nicht außer Acht lassen. Ein komplett überdachtes Fahrzeug ist flexibler als wenn Sie vor einem Anhänger stehen und beispielsweise immer ein zusätzliches Pavillion, Theke etc. aufbauen müssen.

Ein Kunde aus Freiburg hat einen Zio Ciro Subito Cotto 100 in einen großen Anhänger eingebaut und das Ergbenis ist fantastisch geworden. (Danke für die Bilder an Farina48)

Tipp 1: Überlegen Sie sich welche Art Foodtruck oder Foodtrailer Sie bevorzugen und stellen Sie sicher, dass Sie die benötigten Führerscheine bzw. Zugfahrzeuge besitzen.

Die Feuerungsart

Holz ist die traditionelle Art einen Ofen zu beheizen und macht auch “on the road” einiges her. Ein Foodtruck mit holzbeheiztem Pizzaofen ist ein Kundenmagnet an sich. Allerdings gibt es für Holzfeuerungen teils strenge lokale Vorschriften und nicht jede Stadt wird erfreut sein, wenn Sie die Fußgängerzone einräuchern. Erkundigen Sie sich daher vorab ob es Beschränkungen für Holzöfen gibt. Außerdem müssen Sie das benötigte Holz immer mit transportieren, planen Sie also genügend Lagerkapazitäten ein.

Ein Gasofen ist für den Einsatz im Foodtruck meistens komfortabler. Gasflaschen lassen sich einfach und platzsparend transportieren. Außerdem verbrennt Gas sauberer und ohne sichtbaren Rauch. Allerdings müssen Sie Ihren Anhänger oder Truck einer Gasprüfung unterziehen. Die zuständigen Stellen sind der TÜV, Dekra oder ähnliche Dienstleister. Diese Prüfung ist meist mit Kosten verbunden. Außerdem ein Gasofen in der Anschaffung teurer als ein Holzofen.

Tipp 2: Sprechen Sie mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger oder der Gemeinde welche Art Ofen akzeptiert wird. Wissen Sie bereits an welchen Orten Sie verkaufen möchten und dürfen? Überlegen Sie anschließend welche Feuerungsart für Ihr Projekt am geeignetsten ist.

Die Platzverhältnisse

Gerade im Foodtruck sind die Platzverhältnisse essenziell, der Pizzaofen sollte daher nicht zu viel Raum einnehmen. Für wie viele Kunden planen Sie gleichzeitig zu backen? Möchten Sie ganze Pizzen anbieten oder Stücke? Über welche Zeiträume und wie oft werden Ihre Pizzen angeboten? Machen Sie sich dies bewusst und entscheiden dann wie groß die Backfläche werden soll. Als Faustregel sind 3 bis 5 Pizzen gleichzeitig ein guter Anhaltspunkt. Planen Sie aber nicht zu klein, denn ansonsten werden Sie bald erneut umbauen müssen, was mit größeren Kosten verbunden ist.

Tipp 3: Überlegen Sie sich wie groß der Ofen mindestens sein soll und wie viel Platz im Fahrzeug zur Verfügung steht. Beachten Sie, dass Sie auch Platz zum Einschieben, Drehen und Herausholen der Pizzen benötigen sowie ggfs. ein Holzlager in Reichweite nötig ist.

Der Ofentyp

Ein weiterer wichtiger Faktor im mobilen Bereich ist das Gewicht. Ein Steinofen wiegt schnell 300 kg aufwärts und kann damit bereits das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs sprengen. Außerdem benötigen Steinöfen länger, um auf Temperatur zu kommen, was längeren Vorlauf und Planung nach sich zieht.

Edelstahlöfen sind in der Regel leichter als Steinöfen vergleichbarer Größe. Außerdem sind sie schneller auf Temperatur und eignen sich daher auch für spontane Verkaufsaktionen. Allerdings speichern sie die Hitze nicht so stark, sodass mehr nachgeheizt werden muss. Am Ende fällt der Brennstoffverbrauch allerdings nicht so stark ins Gewicht, wie man gemeinhin annimmt, generell ist es mehr eine Frage der persönlichen Präferenz.

Tipp 4: Ofentyp auswahlen, je nach Gewicht- und Geschmack.

Das Budget

Selbstverständlich muss beim Bau eines Foodtrucks auch auf das Budget geachtet werden. Anhänger und Ausbau sind nicht gerade günstig, dennoch sollte am Pizzaofen nicht gespart werden, denn er ist das zentrale Werkzeug Ihres Business. Wir führen eine riesige Palette an Modellen, vom günstigen Privatmodell bis hin zu mobilen Gastronomie-Öfen. Die Firma MAM Forni bietet beispielsweise fertige Anhänger ab Werk an.

MAM Napoli auf einem Anhänger.

Tipp 5: Das Budget bestimmt den Ofen. Von günstigem Privatofen bis zum mobilen Gastro-Ofen helfen wir gern bei der richtigen Wahl.

Fazit

Diese Tipps sind nur die allerersten Schritte auf dem Weg zum Foodtruck mit Pizzaofen. Bei allen weiteren Detailfragen beraten wir Sie gerne persönlich. Schreiben Sie uns einfach eine Mail oder per Whatsapp oder rufen uns an. Viel Erfolg auf dem Weg zum eigenen Pizzabusiness!

Pizzaofen Checkliste für die Gastronomie

  1. Fahrzeugtyp

    Entscheiden Sie sich, ob Sie ein motorisiertes Fahrzeug oder einen Anhänger möchten.

  2. Feuerungsart

    Bevorzugen Sie klassisch Holz oder lieber komfortabel Gas?

  3. Ofengröße

    Ofengröße als Kompromiss zwischen Platzangebot und Pizzabedarf.

  4. Ofentyp

    Gewicht und Präferenz führt entweder zu Stein- oder Metallofen.

  5. Budget

    Je nach Budget wählen Sie den perfekt passenden Ofen aus.

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