Les Cheminees Backhaus

Vor einigen Jahren kaufte ein Kunde einen Les Cheminees FD110 bei uns und schickte uns im Nachlauf (2016) eine ausfühliche Beschreibung über das Backhaus. Wir veröffentlichen den Text hier noch einmal als Blogpost, da uns sowohl Text als auch Aufbau so gut gefallen haben. Vielen Dank für die freundlichen Worte:

Backofen „Les Cheminees“

Herzlich willkommen in unserem Backhaus mit dem „Les Cheminees FD 110“-Ofenbausatz. Wir befinden uns im Hofbereich der ehemaligen „Gottelmühle“ am Oberlauf der Wiesent in der Fränkischen Schweiz.

Das Backhaus wurde im Jahr 2014 neu erstellt. (Sie erinnern sich, Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft). Die erste Euphorie ist heute nach zwei Jahren einer objektiven Betrachtung gewichen… Und immer noch können wir nach unseren derzeitigen Erfahrungen nur Gutes berichten. Daran möchten wir interessierte „Holzöfler“ teilhaben lassen.

1866, sprich vor 150 Jahren, wurde das „alte Backhaus“ erbaut. Angebunden an eine Kunstmühle, diente es zweckentsprechend den Generationen bis Ende des zweiten Weltkrieges. Bis vor zwei Jahren blieb es ungenutzt und stand als unnützes Anhängsel verwaist abseits. Der Zahn der Zeit nagte daran. Der Fall einer Birke auf das Dach bei einem verheerenden Sturm tat sein Weiteres. Abriss! Oder doch nicht? Es war die Befruchtung zu einer Wiedergeburt.

Projektstart

Und so nahm die „Schwangerschaft“ ihre Entwicklung. Hätte man zu diesem Zeitpunkt die mühevolle Kleinarbeit täglich nach dem Bürodienst und am Wochenende gewusst, wer weiß? Und das über die neun Monate hinweg. Abtragen des Gebälkes, Ausheben des alten Backofens; die alten Schamotte-/Steine sollten ja Wiederverwendung finden. Also einzeln alles raus und runter bis auf die Grundmauern.

Die Basis allen Baues ist das Fundament. Bestimmt wird es durch das Objekt, hier den Backofen. Vielerlei Vorüberlegungen und Recherchen waren also diesbezüglich notwendig. Größe und Ausmaß, Bedarfsanforderung und Funktionalität, Kosten und Nutzen, Qualität und Haltbarkeit usw.

Und so stießen wir auf „kuppelofen.de“ dort weiter auf den „Les Cheminees FD 110“. Die eierlegende Wollmilchsau fanden wir nicht. Aber er kommt vielversprechend aus dem „Land der Pizza“ und findet dort u.a. auch im professionellen Bereich häufig Einsatz.

Er besteht aus höchstwertigem, hitzespeichernden Material. Wichtig war uns, dass auch ein Spanferkel ohne Probleme hineinpasst. Es gibt bestimmt billigere Ofenbausätze, aber unsere Investition soll sich ja langfristig auszahlen.

Wir würden uns heute wieder für den „Les Cheminees FD 110“ entscheiden.

Hier ein paar Einblicke in den Aufbau. Unterbausockel u.a. aus Altmaterialien, natürlich auch den alten Schamotteplatten. „Les Cheminees“-Ofenbausatz aufgelegt und zusammengefügt.

Ein individuelles Backhaus

Den Einlassbogen haben wir, wie ersichtlich modellabweichend, optisch selbst gestaltet. Zur zusätzlichen Dämmung wurde, nach dem Verfugen mit Schamottemörtel, die gesamte Kuppel mit 5 cm Naturlehm ummantelt. Dann weiter 5 cm Keramikwolle. Darüber ein Drahtgitter als Abstandshalter für den Zementmörtel. Darauf mit Naturlehm „aufgeklebt“ original „Solnhofer Platten“ aus Altbeständen.

Das Baby war gewickelt. Ein „besonderer spannender Moment“ war auch das erste Anfeuern: wenig und bedächtig. Der Kamin zog! Das Ergebnis:

„Stolz“ ist ein unschönes Wort, so mit Eigenlob behaftet. Wir wollen es ersetzen mit „überaus froh und glücklich darüber und sehr zufrieden damit“.

Nebenbei erwähnt, haben wir links vom Backofen eine Räucherung zum Kalt- und Heißräuchern gebaut. Forellen heiß direkt auf den Teller, oder ein mit viel Geduld kalt geräuchertes G‘selchts, dazu schmeckt unsere „Mühlkruste“. Es genügt aber auch „nur“ ein Butterbrot! Ob im kleinen Freundes- und Familienkreis oder beim örtlichen „Keltenfest“ (ca. 200 Pizzas / Flammkuchen), hungrig ist hier noch keiner geblieben.

Bereits angesprochen: ein Spanferkel sollte reinpassen. Der „Les Cheminees FD 110“ mit seinen „seitlichen Aussparungen“ (!) ermöglicht das. Wir haben uns eine verzugsfreie Edelstahlwanne (900x520x60 mm) dazu fertigen lassen. Ein niveaugleicher Metalltisch, vor den Ofen gestellt, erleichtert die „Rangierungen“.

Ganzjähriges Backspaß

Ob Sommer oder Winter, auch im Frühjahr und Herbst, sind wir „überaus froh, glücklich und zufrieden“ mit unserem Baby. An dieser Stelle sei auch der Fa. Kuppelofen Reichart, Biessenhofen, für die reibungslose und prompte Geschäftsabwicklung herzlich gedankt.

Auch wir von kuppelofen.de bedanken uns für den ausführlichen Text und wünschen weiterhin viel Freude mit dem Ofen in diesem wunderschönen Backhaus!

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