Funktion bzw. Technik des traditionellen, italienischen Kuppelofens
Der Kuppelofen ist eine der ältesten,
wenn nicht die älteste, bekannte Ofenform zum Backen von Brot,
bzw. zum Pizzabacken.
Der holzbefeuerte Kuppelofen wird auch
heute noch in vielen Pizzerien zur Herstellung von traditionellen
Holzofenpizzen eingesetzt.
In der einfachsten Form, wurde aus Lehm
eine Kuppel mit einer seitlichen Öffnung geformt. Die seitliche
Öffnung diente gleichzeitig zur Befeuerung, zur Befüllung
und zum Rauchabzug. Dieser Ofen war natürlich nur im Freien
einsetzbar.
Diese Technik hat man später
verfeinert, indem ein Rauchabzug seitlich an der Kuppel, direkt über
der Befüllöffnung angeflanscht wurde. Dadurch strömt
die zur Verbrennung notwendige Luft unten durch die Befüllöffung
zum Feuer und die heißen Rauchgase werden gezwungen wieder
zurück an der Kuppel entlang bis zum Kaminanschluß an der
Befüllseite zu streichen. Dadurch wird die Ofenkuppel
gleichmäßig erhitzt. Jetzt läßt sich der Ofen
auch im Inneren von Gebäuden betreiben.
An dieser Konstruktion hat sich bis
heute nichts Grundlegendes geändert.
Aus Lehm werden die Öfen heute nur
noch selten hergestellt.
Sehr große Öfen werden aus
Schamottesteinen und feuerfestem Mörtel vor Ort gemauert. Diese
Öfen haben zwar den Vorteil einer langen Speicherfähigkeit
aber sie benötigen auf Grund der großen Masse auch eine
sehr lange Aufheizzeit.
Heutzutage werden in der Gastronomie
und auch immer mehr im privaten Bereich, fast ausschließlich im
Werk gegossene Öfen verwendet. Die aus einem speziellen
feuerfesten Material gegossenen Öfen sind für eine relativ
kurze Aufheizzeit und trotzdem gute Speicherfähigkeit ausgelegt.
Hier haben wir ein kleines Video auf welchem unser fahrbarer Pizzaofen im Einsatz als Grill zu sehen ist.
Auf diesem Video sehen sie unseren Mietofen (FD110). Es werden diesmal Pizza, Flammkuchen, Gemüse und Brot gebacken.
Diese Holzmenge reicht aus um die Öfen aufzuheizen und 2 bis 3 Stunden Pizza und Brot zu backen. Das sind ca. 15 kg
bzw. 0,04 Ster. Bei einem Brennholzpreis von 70,--€/Ster nur rund 3,-- € Brennholzkosten.
So werden die Oefen beheizt!
Wir schichten einfach möglichst kleingehacktes Brennholz auf
zerknülltes Zeitungspapier in den Ofen und zünden es an. Keinen
Spiritus oder sonstige Flüssigkeiten zum Anzünden
verwenden! Verbrennungsgefahr. Wir
legen immer wieder etwas Holz nach. Am
Anfang wird die Ofenkuppel von den Rauchgasen schwarz. Wenn das Feuer
lang genug brennt und die richtige Hitze erreicht ist, wird die
Ofenkuppel wieder hellgrau weil der Ruß an den Ofenwänden
fast vollständig verbrennt. Wenn das
Holz ziemlich verbrannt ist und nur noch ein Gluthaufen sichtbar ist,
kann noch ein paar Minuten die Ofenklappe geschlossen werden. Das
erhöht die Temperatur noch etwas mehr. Die Hitze zum Pizzabacken ist je nach Holz nach ca 45 Minuten erreicht.
Am meisten Hitze gibt kleingehacktes Buchenholz. Es funktioniert aber
auch mit einfachem Nadelholz, also Fichte oder Kiefer. Die
restliche Glut belassen wir im Ofen, nur mit einem längeren
Holzstück an den Rand der Kuppel schieben. Jetzt
kann die Pizza entweder direkt auf den Ofenboden gelegt oder in einer
Blechform in den Ofen geschoben werden.
Es ist nicht notwendig daß man die Ofenklappe einsetzt. Im Ofen ist es auch bei offener Ofenklappe heiß genung zum Pizzabacken.
Wenn man den Backvorgang noch beschleunigen will kann man folgendermassen verfahren:
Die
Öffnung des Ofens für ca. 1 Minute mit der
Ofenklappe verschliessen, dann kurz aufmachen, die Pizza um 180 Grad
drehen, weil es auf der Feuerseite heißer ist als auf der
vom Feuer abgeneigten Seite, die Klappe nochmal für ca. 1 Minute
schließen. Jetzt die Klappe entfernen und dann die Pizza je nach gewünschter Farbe (mehr oder weniger dunkeler Rand) entnehmen.
Fertig!
Wenn
über einen längeren Zeitraum viele Pizzen hintereinander
gebacken werden sollen, ist es am besten auf die seitlich am
Kuppelrand liegende Glut immer wieder kleine Holzstücke zu
legen, so daß ein kleines Feuer weiter brennt. So können
Sie stundenlang weiterbacken, z.B. bei einem Straßenfest o.ä. Sie
können in den Öfen natürlich nicht nur Pizza backen.
Steaks oder Gemüse zuzubereiten funktioniert auch wunderbar. Wenn
Brot gebacken werden soll, ist die Anfangshitze direkt nach der
Feuerung zu hoch. Hier muß eine Weile gewartet werden bis das
Brot in den Ofen kann.Wir
backen meist zuerst Pizza, Gemüse oder Fleisch um die Hitze
nicht zu vergeuden und backen erst danach noch Brot. Dann
wird die restliche Glut bzw. Asche aus dem Ofen geräumt. Dazu
bitte keine Kunststoffbesen oder Plastikschaufeln verwenden. Erst
nachdem die Ofentemperatur auf ca. 250 Grad abgekühlt ist, legen
wir die Brotlaibe in den Ofen. Die
richtige Temperatur lässt sich auch ohne Thermometer leicht
ermitteln. Man streut in angemessenen Zeitabständen ein klein
wenig Mehl auf den Ofenboden. Wenn das Mehl schwarz wird und
verkohlt, ist es noch zu heiß zum Brotbacken. Erst wenn das
Mehl nur noch anbräunt das Brot in den Ofen geben und ca. 50
Minuten mit geschlossener Türe backen. Das ist wie alles ein
klein wenig Erfahrungssache.
Ein großer Vorteil unserer Öfen ist, daß hier keine Rauchrohrklappe zum Brotbacken notwendig ist.
Da der Kamin ja vor der Brennkammer (Kuppel) angeflanscht ist, treten nach dem Schliessen der Ofenklappe keinerlei Zugerscheinungen
im Inneren des Ofens mehr auf. Die Ofenklappe wird ja zwischen die Brennkammer und den Kamin gestellt. Der natürliche Zug des Kamins zieht dann die Luft durch die Befüllöffnung und nicht aus der Brennkammer wie das bei manchen Öfen mit hinten oder mittig oben angeflanschten Kaminen der Fall ist.
Eine ganz schliessende Rauchrohrklappe ist beim Betrieb im Inneren von Räumen sicherheitsbedingt nicht zulässig, ist aber beim Brotbacken
eigentlich notwendig. Ich weiß nicht wie die Hersteller von Öfen mit mittigen oder hintenliegenden Kaminen dieses Problem lösen.
Wenn
über einen längeren Zeitraum viele Pizzen hintereinander
gebacken werden sollen, ist es am besten auf die seitlich am
Kuppelrand liegende Glut immer wieder kleine Holzstücke zu
legen, so daß ein kleines Feuer weiter brennt. So können
Sie stundenlang weiterbacken, z.B. bei einem Straßenfest o.ä. Sie
können in den Öfen natürlich nicht nur Pizza backen.
Steaks oder Gemüse zuzubereiten funktioniert auch wunderbar. Wenn
Brot gebacken werden soll, ist die Anfangshitze direkt nach der
Feuerung zu hoch. Hier muß eine Weile gewartet werden bis das
Brot in den Ofen kann.Wir
backen meist zuerst Pizza, Gemüse oder Fleisch um die Hitze
nicht zu vergeuden und backen erst danach noch Brot. Dann
wird die restliche Glut bzw. Asche aus dem Ofen geräumt. Dazu
bitte keine Kunststoffbesen oder Plastikschaufeln verwenden. Erst
nachdem die Ofentemperatur auf ca. 250 Grad abgekühlt ist, legen
wir die Brotlaibe in den Ofen. Die
richtige Temperatur lässt sich auch ohne Thermometer leicht
ermitteln. Man streut in angemessenen Zeitabständen ein klein
wenig Mehl auf den Ofenboden. Wenn das Mehl schwarz wird und
verkohlt, ist es noch zu heiß zum Brotbacken. Erst wenn das
Mehl nur noch anbräunt das Brot in den Ofen geben und ca. 50
Minuten mit geschlossener Türe backen. Das ist wie alles ein
klein wenig Erfahrungssache.